21. Mai 2018

Patienten für Patientensicherheit in der Endoprothetik

Wünschen Sie Sicherheit?

Engagieren sich für Patientensicherheit in der Endoprothetik

Endoprothetische Fachgesellschaften wie die DGOU und die DGOOC setzen sich für die Patientensicherheit ein. Das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) wurde gegründet, allerdings gibt es in Deutschland – noch – keine Verpflichtung für Kliniken, das Implantatregister mit Daten zu versorgen. Die hervorragenden Ergebnisse skandinavischer, verpflichtender Knie- und Hüftprothesenregister zeigen, dass nur die lückenlose Erfassung und Auswertung aller Revisionsoperationen den optimalen Sicherheitsgewinn bringen kann.

  • Wenn Sie als Patient abwarten, können Sie im ungünstigen Fall lange warten.
  • Wenn Sie als Patient aktiv werden, haben Sie Ihre Sicherheit sofort in der Hand.

In zwei Schritten zu mehr Sicherheit in der Endoprothetik

1. Schritt: Sprechen Sie Ihren Orthopäden darauf an, dass Sie für Ihre Hüft-OP bzw. Knie-OP ein besonders sicheres Krankenhaus wünschen. Machen Sie Ihren Wunsch deutlich, in einer Klinik operiert zu werden, die am Endoprothesenregister Deutschland EPRD teilnimmt

2. Schritt: Vergewissern Sie sich vor der geplanten Operation noch einmal selbst, ob das gewählte Krankenhaus mit dem EPRD zusammenarbeitet. Schreiben Sie hierzu eine kurze E-Mail und lassen Sie sich die Teilnahme am EPRD bestätigen.

Wenn viele Patienten in Zusammenarbeit mit ihren Orthopäden so vorgehen, werden immer mehr Kliniken in Deutschland den Sinn der Teilnahme am EPRD erkennen: weil eine Nachfrage nach EPRD-Kliniken seitens der Patienten erkennbar wird. Der Sicherheitsgewinn durch Transparenz ist einer der besten Gründe, sich für eine Klinik zu entscheiden.

Patientensicherheit in der Endoprothetik sollte nichts Besonderes sein

In Deutschland haben wir eine hohe Quote an Regelungen, was die Sicherheit von Menschen betrifft. Denken Sie an den Straßenverkehr, die Regelungen zum Brandschutz, an Impfungen, Bildung usw. Deshalb sollte die maximal mögliche Patientensicherheit in der Endoprothetik kein besonderes Thema sein, sondern eine Selbstverständlichkeit.

Selbstverständlichkeiten entstehen immer dann, wenn viele Menschen das Gleiche tun: wenn sie also z. B. den Sicherheitsgurt im Auto anlegen oder nur noch solche Autos kaufen, die über Airbags verfügen. Die Industrie zieht hier schon immer nach, sobald eine Nachfrage erkennbar ist. Mit den Krankenhäusern, die momentan noch zögern, wird es ähnlich sein.

  • Nehmen Sie daher Ihre Sicherheit schon vor einer Operation in die Hand.
  • Wenn Sie als Angehörige die Operation für ein Familienmitglied vorbereiten und die Zeit danach begleiten, können auch Sie einen Beitrag für die medizinische Sicherheit leisten.
  • Äußern Sie schon bei den ersten Gesprächen mit Ihrem Hausarzt und Orthopäden deutlich vernehmbar den Wunsch, in einer EPRD-Klinik operiert zu werden.